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Rundreise Korsika mit Camper & Hund

Wir sind am 10. Mai mit der Fähre von Livorno nach Bastia übergesetzt. Alles zur Fähre und den Preisen findest du hier. Ich liste jetzt einfach nach und nach unsere Stellplätze auf. Auch in der Reihenfolge, wie wir sie angefahren sind und meine persönliche Meinung zu den Plätzen. Insgesamt waren wir 16 Tage auf Korsika unterwegs (ohne An- und Abreise). Eine perfekte Zeit, um auch mal etwas länger an einem Platz zu bleiben.

 

Generell empfiehlt sich, Korsika gegen den Uhrzeigersinn zu befahren. Denn so ist man auf der Westseite und sehr kurvenreichen Straßen, außen. Man hat 1. einen besseren Ausblick und 2. muss man keine Angst haben, an den Felsen hängen zu bleiben. Das ist nur ein Tipp, man kann prinzipiell fahren, wie man möchte. Es wird in beide Richtungen gefahren. Die gut ausgebauten Straßen erkennst du auf Googlemaps an der Kennzeichnung T. Ich würde es mit einer Landstraße vergleichen. Alles andere ist im Prinzip mit D gekennzeichnet. Das sind dann die etwas kleineren, engeren Straßen. Wenn du dich auf einer der engen Straße befindest, ist es üblich vor einer Kurve zu hupen. Generell empfand ich alle sehr entspannt. Jeder bedankt sich, wenn man Platz macht oder wartet. Die kurvenreichen Passagen bin ich nie länger, wie eine Stunde gefahren. Es ist wirklich superanstrengend, wenn man zu zweit ist, kann man sich abwechseln, das ist sicherlich von Vorteil. Allerdings legt man hier auch keine großen Strecken zurück, denn es ist eine kleine Insel und wenn man möchte, kann man an einem Tag eine Seite abfahren. Daher absolut kein Stress.

 

Vom Klima her war der Mai für uns perfekt, wobei es zum Ende hin schon sehr warm war, was mein Hund Bali nicht ganz so gerne hat. Dennoch kühlt es am Abend gut ab und am Morgen ist es nicht gleich zu heiß. So haben wir eher am Morgen und späten Nachmittag etwas unternommen.

Auch vom Verkehr her alles gut und entspannt. Auf den Campingplätzen hatte ich immer freie Platzwahl und es war generell wenig los. An manchen Hotspots immer etwas mehr, aber immer noch angenehm. Das soll gerade in den Sommermonaten Juli & August anders sein. Zu mal es da natürlich noch deutlich wärmer ist und je nach Hund, dann vielleicht auch nicht mehr zu angenehm. 

Einige Restaurants hatten noch zu, überall wird sauber gemacht und die Leute bereiten sich auf die Saison vor. Beeinträchtigt hat mich dies aber nicht. Auch gegen aller Bewertungen hatte ich überall heißes Wasser.

 

Mit Hund würde ich jetzt einfach mal behaupten, dass die Monate April, Mai und Juni perfekt sind. Wie es sich zur Hauptsaison mit Hunden am Strand verhält, kann ich nicht beurteilen. Bali durfte an jeden Strand mit und durfte/konnte auch freilaufen, da oft nur sehr wenige Leute bis niemand dort war. Das sind auch so die Rückmeldungen, die ich von Einheimischen gesagt bekommen habe. Einige nannten es zur Hauptsaison eine "Katastrophe", aber das kann ich, wie gesagt nicht beurteilen.

 

Ansonsten noch als Tipp: Hab genügend Bargeld dabei. An viele Campingplätzen kann man nicht mit Karte bezahlen. Supermarkt, Tankstelle kein Problem. An den Campingplätzen wird zudem immer dein Personalausweis einbehalten, nach Bezahlung bekommst du ihn wieder.

 

Sicherheit: Ich habe mich in den gesamten 16 Tagen auf Korsika sehr sicher gefühlt und habe keinerlei schlechter Erfahrungen gemacht. Die Menschen sind alle sehr freundlich und hilfsbereit. Ich kann kein Französisch, das war aber nie ein Problem, man kann sich ja immer irgendwie verständigen. Die meisten konnten aber auch Englisch. Generell würde ich empfehlen, auf den Campingplätzen zu stehen, die zudem, wie ich finde, alle sehr schön sind. Es gibt ein paar nicht so schöne Geschichten vom Freistehen, hier auf Korsika. Verboten ist es zudem sowieso, an manchen Orten wird es wohl toleriert, dennoch ist es nicht gerne gesehen, insbesondere bei den Einheimischen. Ich habe es bei einer Nacht belassen und gerade in der Nebensaison ist es, denke ich auch weniger ein Problem.

San Nicolao - Camping Merendella

Die ersten zwei Campingplätze, die ich angefahren hatte, waren noch zu und somit sind wir in San Nicolao auf dem Campingplatz Merendella gelandet. Ein großer Campingplatz mit Mobilhomes und vielen Stellplätzen. Sicherlich wäre dies auf den ersten Blick nicht meine erste Wahl gewesen, schon allein wegen der Größe. Allerdings war kaum etwas los und mit uns vielleicht noch 7 andere Camper dort. Wir hatten freie Platzwahl und standen schlussendlich unter Bäumen direkt am Strand. Ein wirklicher Traumplatz! Bali konnte am Strand frei herumlaufen, da sonst niemand dort war. Zudem kann man in beide Richtungen große Strandspaziergänge machen. Ich habe direkt das SUP Board ausgepackt, da das Meer sehr ruhig und ich mich auch schon sehr darauf gefreut hatte. Bali stieg auch direkt mit auf :). Und so verbrachten wir ziemlich entspannte drei Tage hier. Die Mitarbeiter waren dabei, den Platz für die Saison vorzubereiten und mit den Tagen kamen auch immer mehr Camper. In der Hochsaison ist hier sicherlich ein schönes Gewusel. Es wird viel Angeboten. Wer es lieber ruhiger mag, sollte diesen Platz daher vielleicht eher in der Nebensaison anfahren.

Größtes Highlight ist hier natürlich der Strand direkt vor der Tür. Allerdings kann man auch nach einer Stunde gemütlichen Spaziergangs ein echtes Paradies im Landesinneren erreichen. Ein Wasserfall mit einem natürlichen Schwimmbecken. Wir waren hier ganz früh am Morgen und alleine. Der Wasserfall befindet sich dicht umschlungen von Bäumen, daher auch für Hunde ganz angenehm. Die meiste Zeit läuft man allerdings in der Sonne. Daher ist wohl mit Hund, morgens der beste Zeitpunkt. Du kannst an der Rezeption einfach nach dem Weg fragen, der Wasserfall hat keinen direkten Namen.

 

Einkaufsmöglichkeiten befinden sich direkt auf der anderen Straßenseite. Ein kleiner Supermarkt mit viel Gemüse und Obst (unverpackt). Die größeren Geschäfte erreicht man in 20 Minuten zu Fuß.

 

Wir haben für drei Nächte, 1 Erwachsener, 1 Hund, 1 Camper & Strom 69€ bezahlt (23 € die Nacht). Sicherlich nicht ganz günstig, aber für den Platz war es vollkommen ok. Die Sanitäranlagen sind etwas veraltet, aber das ist hier auf Korsika nun mal so. Dafür sauber und die heiße Dusche hat auch funktioniert. 

 

Preise Supermarkt: Generell zu den Preisen hier, kommt es ein bisschen darauf an, was man kauft. Heimische Produkte wie Obst, Gemüse und auch Fleisch und Käse haben ähnliche Preise wie bei uns. Alles, was von außerhalb kommt, hat dann schon mal den "Inselaufschlag". Beispiel: Schafskäse kostet bei uns 2,99€, genau die gleiche Firma kostet hier 3,99€. Frisches Baguette und Croissants bekommt ihr meist immer frisch auf den Campingplätzen. Entweder auf Bestellung oder es ist sowieso morgens verkauf.

Vallée de la Restonica - Camping Tuani

Von San Nicolao ging es ins 70km entfernte Corte und von da aus ins Vallée de la Restonica. Eigentlich wollte ich mir noch die kleine Stadt in den Bergen anschauen, aber es war etwas problematisch mit dem Parken. Zudem sehr heiß, deshalb bin ich dann doch weiter gefahren. Aber sicherlich sehenswert, wenn du etwas mehr Geduld, wie ich hast. Bis nach Corte ließ es sich Prima fahren. Ins Tal rein, wird die Straße schon deutlich enger. Bis zum Campingplatz Tuani ist jeglicher Verkehr frei. Ab dem Campingplatz und damit die letzten 10km, dürfen nur Pkws/Vans fahren die nicht breiter, als 1,9m sind und nicht schwerer als 4,5t. In der Hochsaison fährt ein Shuttle bis zum Endpunkt. Der Startpunkt für einige Wanderungen ist. Dort gibt es auch ein paar kleine Restaurants. Ich habe am Campingplatz nachgefragt, wie ich es am besten machen, da ich gekommen war, um eine bestimmte Wanderung zu laufen. Mein Camper ist 2m breit und damit eigentlich 10cm zu breit. Die Dame erklärte mir, dass es in der Nebensaison kein Problem sei. Ich soll nur spätestens um 7 Uhr hochfahren und am besten zwischen 14/15 Uhr zurückfahren. Also gut dann kann unserer Wanderung ja nichts mehr im Wege stehen. Ein wenig schiss hatte ich trotzdem :). Es wird seine Gründe haben mit den 1,9m.

 

 

Der Campingplatz ist sehr natürlich gehalten. Mitten in einem Wald, direkt am Fluss Restonica. Dort gibt es auch einige Stellen, wo man baden kann. Strom gibt es aber nicht immer. Es läuft wohl über ein Generator, als ich da war lief dieser aber nicht. Und du hast dort auch kein Netz und auch kein Wifi. Und es ist trotzdem sehr erholsam :)! In dem ganzen Tal kann man unglaublich viel machen, Canyoning, Mountainbike, Klettern und Wandern. Für jeden Outdoorfreak etwas dabei. Bezahlt haben wir für eine Nacht, eine Person, ein Hund = 15,50€. Die Sanitäranlagen sind ok, aber etwas in die Jahre gekommen.

Morgens um 6 Uhr klingelte der Wecker. So richtig gut geschlafen hatte ich nicht, vor lauter Nervosität und diesen 10km. ABER alles geklappt. Es ist schon sehr eng und es geht stetig bergauf (1.300m). Es gibt allerdings genug Ausweichstellen. In der Hauptsaison könnte dies aber durchaus schwierig werden mit den ganzen Campern, daher ist das schon ganz gut so. Uns kam zum Glück niemand entgegen. Oben angekommen waren wir zum Glück nicht die Ersten. Ein Parkwächter begrüßte uns, schaute mein Camper an und grinste nur. Also dürfte wirklich kein Problem sein in der Nebensaison. Man bezahlt 5€ für den gesamten Tag. Die Sonne war gerade am Aufgehen und wir haben erst einmal was gefrühstückt, bevor es losging. Solltest du dies auch planen, fahr wirklich früh hoch, es gibt nur begrenzt Parkplätze. Je später, umso weiter unten muss man parken. Zudem auch von den Temperaturen ganz angenehm, am Mittag war es doch schon ziemlich warm fürs Wandern.

 

Unser Ziel sollte der Lac de Capitello sein auf 1.950m. Die Zeit wurde mit 1:45h angegeben. Ich hatte mich vorher schon etwas informiert und gesehen, dass es ein, zwei Kletterpassagen gibt und auch gelesen, dass es für größere Hunde machbar ist. Die Wanderung fängt ganz gemütlich an. Der Weg wird aber immer mehr zu Geröll und am Ende klettert man mehr, wie das man wandert. Die zwei Stellen, die mit einer Leiter versehen sind, hat Bali gut gemeistert. Ein Mann vor mir hat sein Hund hochgetragen und das nicht nur bei dieser Stelle. Also dein Hund sollte schon recht groß sein oder aber über eine gute Sprungkraft verfügen, wenn du ihn nicht tragen möchtest :).

Nach ca. einer Stunde waren wir am Lac de Melu. Schon dieser war atemberaubend und da wir so früh dran waren, waren wir alleine dort mit einem Angler. Von da aus gehts weiter und ab nun an, nur noch berghoch und das richtig. Angeschrieben stand am Lac de Melu 45 Minuten. Ich dachte noch, na das wird ja ein Klacks. Von wegen!! Es war wirklich ein Kampf und die letzten 100hm gings durch den Schnee, der sehr weich und tief war. Es war wirklich superanstrengend!! Nach 1,5 Stunden waren wir endlich oben und sofort war jegliche Anstrengung und ärger vergessen.

Ein traumhaftes Panorama, was sich da einem bot und das man sich gerade in Korsika befand, konnte ich nicht so recht glauben. Ich dachte eher, ich sitze wieder in Patagonien am Fuße des Fitz Roy :-). Eine wirklich anstrengende Wanderung, die sich aber lohnt! Runter zu war es sogar noch mal mehr anstrengend. Uns kamen sehr viele entgegen und man musste immer wieder warten, da der Weg nur Einspurig zu laufen geht. Und das ganze Geröll macht es nicht besser. Also ohne Stöcke geht da wirklich nichts. Du solltest auch wirklich trittsicher sein und gute Wanderschuhe tragen und das allerwichtigste hoch motiviert sein, auch wenn du dich sicherlich zwischendurch fragen wirst, warum du das tust. Es lohnt sich zu 100%! Bali hatte jedenfalls einen Heiden Spaß!

Calacuccia - Camping Acquaviva

Calauccia war "nur" ein Übernachtungssport für uns, da ich nach der Wanderung nicht mehr allzu lange fahren wollte. Der Campingplatz Acquaviva liegt schön am Hang und man hat Teilwiese Blick auf den Stausee und im Rücken hat man Monte Cinto, den höchsten Berg auf Korsika. Von hier aus starten durchaus auch ein paar Wanderungen, für uns war es aber nur ein Ort zum Erholen und dafür war er perfekt.

 

 

Bezahlt haben wir für eine Nacht 19,50€ inkl. Strom.

Porto/Ota - Camping Fontana a l'ora

Von Calauccia ging es die D84 über Evisa nach Ota. Eine unglaublich beeindruckende Strecke und sie war etwas leichter, zu fahren, als gedacht. Aber ich hatte auch sehr wenig Verkehr! Auf den Straßen begegnen einem eher Schweine, Ziegen und Schafe. Ich hatte mich für den Campingplatz Fontana a l'ora entschieden, der liegt etwas außerhalb von Porto und hatte mir einfach mehr zugesagt. Schöne Plätze mit etwas Privatsphäre, es gibt auch einen Pool und ein kleines Restaurant mit sehr leckerer Pizza ;-). 

 

Wir haben hier zwei Nächte verbracht und haben inkl. Strom 42€ bezahlt. 

Als kleinen Ausflug kann ich den Strand von Porto empfehlen, wenn du am Strand stehst und nach links schaust, dort an den Felsen geht ein ca. 30-minütiger Weg entlang und man hat immer wieder tolle Ausblicke auf die Bucht. An den Felsen sind auch Kletterrouten angebracht und einige waren fleißig am Klettern, direkt am Strand. 

Calanche Piana - Calcatoggio

Wir sind relativ früh von Porto aufgebrochen und durch die gigantische Felslandschaft Calanche gefahren. Über die Strecke hatte ich zuvor viele Horrostorys gehört, insbesondere was den Gegenverkehr angeht. Wir hatten einen guten Zeitpunkt erwischt und uns kamen gerade mal zwei Fahrzeuge entgegen. Es gibt immer wieder Haltebuchten, um Fotos zu machen. Am Ende der Calanche gibt es einen Wanderparkplatz von dort Starten verschiedene Routen und man kann sich, das ganze noch mal genauer anschauen. Definitiv ein Besuch werd und zum Sonnenuntergang, sollen die roten Granitfelsen quasi glühen. 

Es ging weiter an der Küste und nach jeder Kurve staunt man immer wieder. Im Prinzip kannst du einfach einmal von der Hauptstraße runter und stehst am nächsten Traumstrand. Wir sind in dem kleinen Ort Calcatoggio gelandet auf dem Campingplatz A Marina. Ein relativ kleiner Platz direkt am Strand. Also zwischen Platz und Strand befindet sich noch eine Graslandschaft, aber man hört das Meer. Hier haben wir eine Nacht verbracht. Am Strand waren viele andere Hunde und Bali konnte reichlich spielen. Alles sehr gepflegt und sauber.

 

Hier haben wir 24€ für eine Nacht/Hund/Erwachsener/Camper/Strom bezahlt.

Abbartello

Am nächsten Morgen ging es wieder weiter. In das kleine Dorf Abbartello, dort hatte ich einen schönen Platz über Google Earth entdeckt, der ziemlich gut zum Freistehen aussah. Und das haben wir dann auch gemacht. Wir hatten sogar eine kleine Bucht für uns ganz allein. Am Abend kam noch eine Frau mit ihrem Camper und wir haben zusammen gegessen und den Sonnenuntergang bestaunt. Sicherlich einer unsrer schönsten Stellplätze auf Korsika, den ich auch nicht verlinken werde. Sorry :-)!

Camping la trinite - Plage de la Tonnara

Da ich nicht direkt in Bonifacio stehen wollte und die Campingplätze dort auch nicht allzu schön sind, bin ich ca. 10 Minuten davor auf Campingplatz la Trinite gefahren. Der Platz liegt oben auf einem Hügel. Die Straße ist hörbar, aber schön schattig unter Bäumen und es geht ein netter Wind. Sowohl links, als auch rechts gibts tolle Strände zu entdecken und in Bonifacio bist du ebenfalls in 10 Minuten.

 

Hier haben wir 19,50€ für eine Nacht/Hund/Erwachsener/Camper/Strom bezahlt.

Etwa 5 Fahrminuten (zu laufen ist es schwierig) liegt die Bucht Tonnara. U.a. auch ein Kitespot. Hier liegen gleich zwei Traumstrände: Plage de la Tonnara und Plage de Stagnolu (mein persönlicher Favorit). Für den zweiten muss man ein Stück durch die Dünen laufen und gelangt an einen wirklichen Traumstrand mit nur sehr wenigen Menschen. Wer mit einem 4x4 unterwegs ist, kann durchaus versuchen einen Platz in den Dünen zu finden.

Bonifacio

Ich hatte mir eigentlich ein Parkplatz in der Stadt raus gesucht, der war allerdings gesperrt, nach einigem umher fahren, bin ich oben auf den Felsen gelandet. Dort gibt es auch Plätze, wo man gut mit dem Camper halten kann. Man kann entlang an den Kalksteinfelsen laufen und hat einen gigantischen Blick auf die Felsen von Bonifacio, auf die Stadt und einmal übers Meer geschaut sieht man auch Sardinien. Hier oben weht ein angenehmer Wind und man kann durchaus auch mit Hund ein Moment länger durch die Gegend laufen, trotz Mittagssonne. Also mein Tipp: fahr hoch auf die Felsen :-).

Camping Rondinara

Einmal abgefahren von der T10 sind wir auf dem Campingplatz Rondinara gelandet. Ein recht großer Platz aber ziemlich verwinkelt und terrassiert angelegt unter Bäumen. Nach 10 Minuten zu Fuß erreicht man die Bucht von Rondinara und einem traumhaften weißen Sandstrand. Es erinnert ein bisschen an Thailand, wie ich fand. Rundherum gibts noch weitere Strände, die erkundet werden können. Hier waren auch das erste Mal etwas mehr Leute am Strand, auch der Campingplatz war gut besucht.

 

Hier haben wir 19,30€ für eine Nacht/Hund/Erwachsener/Camper/Strom bezahlt.

Fautea - Camping Fautea

Am nächsten Morgen ging es weiter zum Camping Fautea und der gleichnamigen Bucht. Von dem Campingplatz hört und liest man sehr viel. Er ist auf einem kleinen Hügel und ganz oben gibt es ein paar wenige Plätze, die eine tolle Aussicht auf die Bucht geben. Am besten reist du relativ früh an, die Plätze sind begehrt und es gibt wie gesagt nicht viele. Check out ist um 12 Uhr, wenn du zwischen 11/12 Uhr da bist, hast du vielleicht Glück ;-). Wir hatten Glück und haben einen letzten Platz bekommen, am nächsten Tag habe ich sogar noch mal umgeparkt, für den Platz der Plätze :D. Der Campingplatz ist ebenfalls terrassiert angelegt und es gibt auch viele Plätze im Schatten, nur sehen tut man hier dann nichts. Zudem hört man die Straße sehr deutlich, worüber man aber wegschauen kann, wenn man einen der oberen Plätze hat. Für Leute mit dem Zelt gibt es hier unglaubliche viele tolle Plätze.

 

Hier haben wir 44€ für zwei Nächte/Hund/Erwachsener/Camper/Strom bezahlt.

Rundherum gibt es auch wieder viele Strände, die zu Fuß erkundet werden können. Zudem liegt direkt hinter dem Campingplatz ein alter Turm, den man besichtigen kann. Allerdings muss ich sagen, dass die Strände hier nicht so schön waren. Als wir dort waren, hatte es wirklich sehr viel Seegras, was teilweise auch sehr unangenehm roch und es nur wenige Stelle gab, wo man auch ins Meer konnte. Der Campingplatz hat selbst noch eine kleine eigene Bucht, die war sehr sauber und ein guter Einstieg mit dem SUP Board.

Solaro - Camping Cote des Nacres

Nach zwei Nächten ging es an der Küste weiter in das kleine Dorf Solaro und den Campingplatz Cote des Nacres. Hier ist man jetzt wieder an den typisch langen Stränden der Ostküste. Die Stellplätze sind direkt am Strand. Es gibt noch ein Bereich am Fluss unter Eukalyptus Bäumen, auch sehr schön, der war aber noch gesperrt. Wie auf vielen Campingplätzen wird auch hier noch aufgebaut und aufgeräumt. Das Restaurant hatte bspw. auch noch zu. Ein sehr entspannter Campingplatz, der auch denke ich, entspannt bleibt, wenn mehr los ist. Für uns der perfekte Ort, um uns langsam von der Insel zu verabschieden.

 

Hier haben wir 52€ für zwei Nächte/Hund/Erwachsener/Camper/Strom bezahlt.

Aléria - Camping Capfun Marina d´Aléria

Unser letzter stop Camping Capfun in Aléria. Eine relativ große Anlage direkt am Strand. Jedoch gibt es hier nur ein paar wenige Stellplätze, der Fokus liegt eher auf Mobil Homes. Ein Teil der Plätze befindet sich direkt am Strand. Es gibt ein Pool, ein Restaurant, kleiner Supermarkt und viele Spielmöglichkeiten für Kinder. Der Strand ist hier sehr schön und naturbelassen. Viel Treibholz liegt herum, was dem Strand einen wilden Charakter verleiht. Die Atmosphäre ist sehr entspannt und ich hätte mir vorstellen können, hier durchaus ein paar Tage länger zu bleiben. Ein perfekter Abschluss unserer Reise und nach 16 Tagen hat es am Abend sogar mal ein wenig geregnet :-).

Fazit

Eine rundum gelungene Reise die wir hatten. Mich hat Korsika persönlich sehr überrascht. Die Berge, die Natur, die Traumstrände, die alten Städte, machen Korsika sehr vielfältig. Wenn man möchte, kann man am Morgen einen Berg besteigen und am Nachmittag am Strand liegen. Hier sollte wirklich für jeden etwas dabei sein. Auch mit Hund zu 100% zu empfehlen, wie oben schon geschrieben, durfte Bali überall mit. Wenn ich noch einmal wieder kommen sollte, würde ich tatsächlich vielleicht noch etwas früher fahren, da ihm die Wärme nicht ganz so bekommt. Aber da ist jeder Hund ja unterschiedlich. Auch habe ich mich während der Reise ein bisschen mit der Geschichte Korsikas befasst, die sehr interessant ist und auch lange noch nicht abgeschlossen ist. Gerade in den Städten kommt es auch immer wieder zu Ausschreitungen und überall liest man: "Corsica is not France" oder "French go home". Auch auf Straßenschildern zu sehen, wo sowohl der französische Name, als auch der Korsische steht. Der Französische ist meist mit mehreren Kugeln durchschossen. Hier herrscht eine große Diskrepanz und da ist es wohl auch nicht verwunderlich, dass Napoleon auf der Insel geboren wurde ;-). Man wird also sehen, ob die Korsen ihre Unabhängigkeit in den nächsten Jahren erreichen werden.

In diesem Sinne, Au revoir Corsica !

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Kommentare: 3
  • #1

    Simone Rossi (Sonntag, 24 Juli 2022 13:31)

    Hallo,
    Ein sehr schöner aufschlussreicher Bericht und tolle Fotos. Wir werden Anfang September Korsika erkunden und können es kaum erwarten.
    MbG
    Simone und Ronny Rossi

  • #2

    Mzansis Wanderlust - Vanessa (Mittwoch, 17 August 2022 13:01)

    Vielen lieben Dank Simone und euch ganz viel Spaß auf Korsika!

  • #3

    Günter & Filou (Donnerstag, 29 September 2022 21:13)

    Ganz toller Reisebericht der mir als Planer für einen Aufenthalt im Oktober viele wertvolle Hinweise gegeben hat. Noch viele schöne Reiseabteuer mit Bali ! Günter